Archiv für Oktober, 2008

Soviel, wie moeglich sehen!

Veröffentlicht in Up To Date am Oktober 25, 2008 von paulnaglatzki

Das nun schon etwas zurückliegend Wochenende mit zwei Tagestrips war einerseits anstrengend und andererseits sehr entspannend. Dem ursprünglichen Plan zufolge wollten wir am Samstag nach Oyecachi, in sehr abgelegeneThermalbäder, und am Sonntag  Cuicocha, eine Kraterlagune und mehreren Insel, besuchen. Als wir Samstagmorgen gegen 7 in Cayamba ankamen, von wo aus unserer Bus um halb 8 abfahren sollte, ankamen, lag eine komplette Änderung des Busplanes vor. Da es nur einen Bus nach Oyacachi und zurück gab, waren wir von diesem abhängig und der Busfahrer entschied erst gegen 14:30 abzufahren. Da dies 7h wartend in Cayambe mit sich brachte und wir den gesamten Tag vor uns hatten, entschlossen wir kurzfristig den Viehmarkt in Otavalo zu besuchen und danach weiter nach Cuicocha, der Kraterlagune hinter Otavalo, zu fahren. Gegen 8 auf dem Viehmarkt angekommen, drängten wir uns durch muhende Kühe, kläffende Hund, grunzenden Schweinen und nervigen Hühnern und ihren Besitzern, die ihre Ware lauthals anpriesen. Nach einem kurzen Rundgang über den Poncho Plaza von Otavalo stiegen wir in den Bus nach Quiroga, nahe der Lagune. Zufällig trafen wir einen der jüngsten Arbeiter unserer Farm, Christiano, der im selben Bus auf dem Weg in sein Heimatdorf Cotacachi war. Er half uns den Weg zu finden. Mit einem der Camionettas, eine Art Taxi, fuhren wir die letzten Meter hinauf zur Lagune. Bei strahlendem Sonnenschein, in 3400m Höhe, entschieden wir uns für ein kurzes Erfrischungsbad, was sich als sehr erfrischend herrausstellte, starteten wir unsere Rundwanderung um die 4km x 6km große Lagune. Cuicocha ist ein inaktiver Vulkan der vor 3 Mio. Jahren seine Spitze abgesprengt hat und in einer kleinen Nacherruption drei kleine Hügel auf zwei Inseln in der Mitte des Sees geformt hat. Nach und nach hat sich die Lagune durch die umliegenden Wasserfälle und Regen gefüllt und hat sich zu einer atemberaubenden Landschaftkulisse, am Fusse des Berges Cotacachi, entwickelt. Die 15km lange Wanderung um den See dauert 4h, entlang des schmalen Grat 400m über dem Wasserspiegel. Am Ausgangspunkt angekommen, nahmen wir an einer Bootstour um die Inseln teil, die sich als eher langweilig äusserte. Auf dem Rückweg trafen wir ein junges Ehepaar die uns auf dem Rückweg mit nach Otavalo mitnahmen, da es keine Bus mehr gab. Von dort nahmen wir dann einen Bus nach Hause. Völlig ausgelaugt fiel ich ins Bett und der nächste Tag begann ebenfalls um 6, da wir den versäumten Trip nach Oyacachi nachholen wollten. Wir entschlossen uns, kurz vor 8 am Bus anzukommen und eventuellen Planänderungen vorzubeugen, was sich als richtige Entscheidung herrausstellte, da der Bus bereits um 8 abfuhr und wir ihn gerade so noch erreichten. Ein weiteres Beispiel  für die Planlosigkeit und Willkür der ecuadorianischen Busfahrerm war mal wieder der Gringopreis für uns. Er knöpfte uns für die 90min Hinfahrt 3 USD Dollar ab, was sich aber erst auf dem Rückweg als Beschiss herrausstellte, der er nur 1,50 USD verlangte. In Oyacachi angekommen, lösten wir jeweils ein zwei Dollartagesticket und betraten die Quellen über eine, der unzähligen wackligen Hängebrücken, nachdem uns der Indigene am Einlass fragte ob wir denn Badehosen hätten!? :-/ Nach der zurückliegenden Wanderung und der anstrengenden Arbeitswoche, war es sehr entspannend, mal einen Tag der Entspannung und Ruhe zu genießen. Als einzige Gringos in mitten von quichua-sprechenden Indigenen, kamen wir uns ziemlich unheimlich vor. Zwischen den heißen Quellen umherrchillend, sprangen wir hin und wieder in den 3°C kalten Fluss. Um halb 3 fuhr der Bus dann wieder zurück, es dauert jedoch 2,5h da wir einen kleinen Zusammenstoß auf der schmalen Straße mit einem PickUp hatten. Da es alles andere als Versicherung oder ähnlichem gibt, wurde des abgebrochenen Rücklicht,  nach einer längeren Diskusion, bezahlt und wir folgten die schmale Hangstraße hinab nach Cayambe und zurück auf unsere kleine Farm. Für die nächste Woche waren zwei neue Freiwillige angekündigt, die im anderen Haus für die eine Woche einzogen. Es stand eine weitere Woche bevor, in der wir 7 hungrige Mäule dreimal am Tag stopfen mussten. Jedoch ist es jedesmal ein neues Erlebniss, da man neue Leute kennen lernt und Erfahrungen in und ausserhalb Ecuadors austauscht. Weiterhin kann man zu 8, Stuart eingeschlossen, viel mehr im Garten erreichen und ich konnte mich mal vom Garten lösen, und mich anderen Aufgaben auf der Farm widmen und mit Ecuadorianern zusammenarbeiten. Eines der Gebäude brauchte dringend ein neues Dach, also half ich beim Bau des Dachstuhls und beim Eindecken. Da jeden Tag ein anderer Arbeiter auf dem Dach arbeitete und keiner so wirklich Ahnung hatte, regte sich jeder neue Arbeiter über die Arbeit seines Vorgängers auf. Der Dachstuhl wurde aus Eukalyptusrundhölzern zusammen gezimmert und danach mit den gesäuberten 150 Jahre alten Dachpfannen eingedeckt.

Zusätzlich zu den 2 weiteren Freiwilligen kamen am Montag 55 Schüler aus Quito und quartierten sich für eine Woche in einem der Seminarhäuser ein. Sie arbeitet auf der Farm, gingen Heu ernten und halfen im Stall. Von Montag an spielten wir dann jeden Tag ab um 4 für 2h Fussball; Gringos vs. Ecis bis zum Dunkelwerden! Sehr anstrengend, enthusiastisch und mit viel Spaß verbunden! Ein weiter Vorteilwar das ich etwas spanisch sprechen konnte. Es scheint, dass sich mehr und mehr Möglichkeiten bieten, mein Spanisch zu verbessern. So auch am folgendenen Wochenende, als wir einen weiteren Tagesausflug nach Cochasqui, einem Dorf mit Pyramiden aus der der Prä-Inka Zeit Quitu-qara von vor 2500 Jahren anschauten! Aber eher langweilig. So vergeht Wochenende für Wochenende ohne das wir einen Tag verschwenden. Nächste Wochendende werde ich vorraussichtlich in den Süden in die Stadt Cuenca zum Gründungsjubileum fahren und dort für ein paar Tage an den Festivalen teilnehmen. Danach werden wir die Wochen an die Küste, nach Montanita, fahren und dort ein paar Urlaubstage verbringen. Mal schauen, wie das wird!

Kurztrip nach Mindo

Veröffentlicht in Up To Date am Oktober 15, 2008 von paulnaglatzki

Nach einer Woche die sich nur schleppend dahinzog, keiner weiß so wirklich warum, war der Freitag dann frei, Feiertag: Independencia de Guayaquil. Nichtsdestotrotz arbeiteten wir Vormittags, was nicht wirklich verwunderlich war, da wir ja nichts besser zu tun hatten. Nach dem Mittag fuhren Simon und ich nach Quito, besorgten unsere Bustickets für den nächsten Tag nach Mindo und fuhren Richtung Cumbaya, um uns für eine Nacht bei unserem gutem Freund Tato und seinem Bed&Breakfast, El Nido,für eine Nacht einzuquartieren. Unerwarteter Weise fanden sich vier andere Freiwillige, die sich bereits dort einquartiert hatten. Parviz, Jakob, Kai Hasenclever, Vera und ihre Mutter. Aus unterschiedlichsten Gründe kam es in der letzten Woche zu Umzügen innerhalb der Gastsituation bei den Freiwilligen, die jetzt übergangsweise beim Tato wohnen. Somit ist ein ständiges Kommen und Gehen in seinem Haus gesichert. Am Abend führten wir den Mariscalneuling Simon aus und machten die übliche Tour durchs Huainers und anschließend in den Bungalow. Da Simon seid längerem nichts mehr getrunken hatte und er an diesem Abend relativ gut angetrunken war, war es für ihn am nächsten Morgen eine Qual um 7, nach 3h Schlaf, aufzustehen. Wir Frühstückten und machten uns auf den Weg zu der 2h entfernten Busstation, La Ofelia, von wo unser Bus nach Mindo um 9.20 abfuhr. Völlig Hang-Over verbrachte Simon die gesamte Fahrt hinunter nach Mindo schlafend, als er 200m vor der Bushaltestation in Mindo aufwachte, öffnete er ruckartig das Fenster und düngte den Straßenrand. Mitten im Regenwald angekommen wurden wir in Mindo von einer englisch sprachigen Dame angesprochen, die uns ihr Hostal für 10 USD pro Nacht anbot. Wir sagten zu und es war das Beste was wir hätten machen können. Ihr Hostal war von Bananen-, Mandarinen- und anderen Urwaldbäumen umgeben. Sie gab uns ebenfalls Tips, was sehenswert war und was eher Abzocke war. Da wir sehr knapp bei Kasse waren, da Simons Bankkarte nicht funktionierte, konnten wir nicht allzuviel Geld in Touristenzeugs verschwenden und mussten uns auf das wesentliche konzentrieren. Zum Mittag fanden wir ein billiges Restaurant mit Blick auf einen der zahlreichen Vogelfütterkonstruktionen für Kolibris. Während wir auf der Terrasse aßen tummelten sich zahlreiche Kolibris um die Futterstelle. Am Nachmittag machten wir uns auf eine Erkundungstour in die Umgebung. Da wir am nächsten Tag gegen 6 Uhr loswollten und vor allen anderen Touristen die Umgebung mit den zahlreichen Vögeln erkunden wollten, bereiteten wir dem Abend ein schnelles Ende. Am nächsten Morgen packten wir unser Lunchpacket, welches uns unsere Vermieterin freundlicher Weise bereitet hatte und machten uns durch das verschlafene Dörfchen. Wir konnten ein paar exotische Vögel, wie Tucane und Papageien bestaunen. Gegen 9 erreichten wir die ersten völlig ausgestorbenen Wasserfälle von Nambillo, schlüpften in unsere Shorts und machten uns an den 12m hohen Sprung von einer Felsklippe in den 2m breiten, 3m tiefen Fluss. Anfangs etwas nervös wagte ich es dann aber doch. Nach einem weiteren Sprung in einen weiteren Wasserfall waren wir außerhalb der Wasserfälle und es gab keinen Weg zurück, etwas unbeheligt machten wir uns barfuß in unseren Badehosen einen Pfad entlang, der sich den Berg hinaufwund. Nach einer guten Stunde, mehr joggend als gehend kamen wir an den Cascadas de Reina an, die etwas versteckt in einem anderen Tal lagen, wir schwamen dort umher und traten den Rückweg an und  machten einen weiteren Abstecher zu weiteren drei Wasserfällen, die bereits von Touristen heimgesucht wurden, da es schon gegen 12 Uhr war. Endlich wieder bei unserem von Touristen mittlerweile überlaufenen Ausgangspunkt angekommen, machten wir uns über unser Lunchpacket her und traten anschließend unsere Rückreise an, die eine andere Route vorsah. Es war ein kleiner Pfad der durch den dichtesten Urwald führte und sich mehrere Male teilte und wir nach Gefühl folgten. Als wir irgendwann mitten im Urwald auf weniger als ein ausgetretenen Pfad stießen wurden wir skeptische, doch folgten weiter er Nase nach und kamen letzendlich wieder an der Hauptstraße Richtung Mindo an. Um 5 stiegen wir in den Bus und wanden uns durchs Wolkendickicht, an zwei Autounfällen vorbei, Quito entgegen.

Am Montag hatten sich 3 weitere neue Freiwillige angekündigt, das hieß wir waren nun 7, da unser Haus aber nur 5 beherbergen kann, mussten wir weitere Teile des Haus herrichten. Die für 3 Jahren leerstehende Wohnung musste geputzt und notdürftig in Schuss gebracht werden. Kein Zeit für Farbe oder ein neues Klo, was jedoch dringend notwendig gewesen wäre. So „mas o menos“ war es dann am Ende doch bewohnbar und die zwei älteren ecuadorianischen Frauen waren mit ihrem einwöchigem Haus zufrieden. Dienstag war wie jeden Dienstag Erntetag, in strömendem Regen ernteten wir alles was der Garten hergab. Leider hatten viele sonst zuverlässige Kunden ihre Bestellung zurückgezogen. Trotz dessen machten wir uns auf den Weg nach Cayambe und fuhren verschiedenste Clienten an. Vor einem  Restaurant wartend, tummelten sich nach kurzer Zeit zahlreich Ecuadorianer um unsern Pick-Up und waren an den organischen Proukten zu vergleichbar niedrigem Preis interessiert. Innerhaltb einer halben Stunde verkauften wir fast alles, was wir nicht losgeworden wären. Den Rest, bestehend aus ein paar fussballgroßen Brokkoliköpfen und ein paar Salatköpfe, trug ich durch die Straßen von Cayambe und versuchte sie lauthals verschiedensten Leuten anzudrehen. Da meine Verhandlungstaktik nicht sehr ausgereift ist, konnte ich nicht sonderlich Gewinn heraus schlagen, aber dennoch aktzeptable Preise aushandeln. Mit leerem Truck und einigen Erfahrungn reicher, keehrten wir dann zur Farm zurück.

Die Sommersaison geht nun langsam zu Ende und mit viel Gewitter, Regen und Kälter ist die Regenzeit angebrochen. Nichtsdestotrotz, angebaut und geerntet wird das ganze Jahr über, auch wenn die Arbeit im Regen anstrengender und zunehmend unangenehmer wird.

…und es war mal wieder Zeit…

Veröffentlicht in Up To Date am Oktober 5, 2008 von paulnaglatzki

Mein letzter Eintrag liegt nun schn über zwei Wochen zurück – viel ist nicht passiert! Die vorletzte Arbeitswoche verlief relativ kurz, da Simon und ich uns am Donnerstagmorgen auf den Weg in unseren ersten Urlaub, in den Küstenort Atacames, machten. Wir trafen uns mit weiteren fünf Freiwilligen verließen Quito mit einer der seriösesten Busgesellschaften, TransEsmeraldas. Die Busse sind auf europäischem Sicherheitsstandart und mit einem Service ausgestattet, der dem im Flugzeug gleicht. Der Bus bahnte sich seinen Weg die schmale Serpentinenstraße hinab Richtung Westen durch die tropischen Wälder, vorbei an Bananenplantagen, Palmenwäldern und dichtes Unterholz in die Nacht hinein. Gegen 10 abends erreichten wir Esmeraldas und fanden nach einigem Suchen ein annehmbares Apartment mit 3 Zimmern, Küche und Pool für 10 USD pro Nacht und quartierten uns ein. Da das Wahlwochenende bevorstand und stricktes Alkohlverbot herrschte und kein Alkohol verkauft werden durfte, war die sonst belebte Touristenstadt reltiv ausgestorben und langweilig. Nachdem wir am naechsten Tag einige Läden abgeklappert hatten und keiner uns Alkohol verkaufen wollte, redeten wir auf einen der Verkäufer ein und er ließ sich gegen einen Aufpreis von 50 ctvs. auf den Deal ein, wir sackten 3 Flaschen Vodka ein und machten uns auf den Weg in unser Apartment. Da wir so ziemlich die einzigen Touristen am Strand waren strömten sämtliche Verkäufer auf uns los, das Angebot reichte von Massagen, über Rastzöpfe, Schmuck bis hin zu frischgepresste Säfte. Unter anderem wurden auch Walfischbeobachtungsfahrten angeboten. Wir handelten den ursprünglichen Preis von 15 USD auf schlappe 5 USD für eine einstündige Fahrt herunter. Anfangs etwas skeptisch stiegen wir ins Boot, ohne die Hoffnung überhaupt Wale zu sehen doch nach einigem hin und herkreuzen vor der Küste tauchten drei Wale auf und wir konnten ihnen für eine halbe Stunde folgen und sie beobachten. Am Sonntag, dem Tag der Wahlen fuhren wir mit dem Bus auf die Insel Muisne, verbachten den Tag am Strand und aßen Cervice, rohe Shrimps in Zitronensoße. Anfangs etwas paranoid sich eine Fischvergiftung einzufangen, schaufelten wir sie letztendlich doch in uns hinein. Keiner ist krank geworden.  Anschließend organisierte uns der Restaurantbesitzer eine Tour durch die Mangrovenwälder der Insel, die weniger interesant im Regen endete. Nachdem wir wieder in Atacames angekommen waren, packten wir unsere Sachen und setzten wir uns um 11 in den Nachtbus zurück nach Quito. Ungemein schneller als erwartet, erreichten wir nach 5,5 Stunden gegen halb 5 Uhr am Montagmorgen Quito. Glücklicherweise fand sich ein Bus in den ausgstorbenen Straßen, die etwas unheimlich wirkten, der Richtung Tabacundo unterwegs war. Zeitgleich mit Sonnenaufgang erreichten wir die Farm, frühstückten und begannen wie gewohnt, jedoch leicht übermüdet unsere Arbeit.

Am Mittwoch nahm ich mir frei um mein Rückflug umzubuchen und meinen Censo, eine Art Ausländerpass, zu beantragen. Beim Migrationsbüro angekommen stellte sich heraus das ich mit einem Freiwilligen VISA als Tourist eingereist bin und die Einreisbehörde am Flughafen den falschen Stempel, den Touristenstempel, in den Pass gedrückt hatte. Nach 2h umherirren von Migrationbehörde zu Einwanderungsamt und allerhand anderer Einrichtungen gelangte ich dann zur Leitstelle, als ich dann die richtige Frau in Uniform gefunden hatte, wurde der Stempel innerhalb von 5min geändert und ich erhielt auch gleich meinen Censo. Als ich dann auf der Farm ankam, stellte sich heraus das wir einen nigelnagelneuen Herd mit 4 Flammen und einen Mixer bekommen hatten. Dieser Fortschritt brachte Erleichterungen im nun 5 köpfigen Freiwilligenhaus und etwas Luxus beim Kochen mit sich. Es dauert nun keine Stunde mehr um 2l Wasser zu kochen. Der Mixer wurde ebenfalls mit einem Brombeer-Bananen-Shake eingeweiht.

Am Samstag holte uns der Wecker bereits um 5 aus den Federn und wir brachen um halb 7 zu einem Tagseausflug nach Ibarra, einer 40km entfernten Stadt, am Fuss des Berges Imbabura auf. Bei strahlendem Sonnenschein machten wir uns an den für 5 bis 7 Stunden veranschlagten Aufstieg. Wir ließen Kartoffel und Gerstenfelder an steilen Hängen von bis zu 55° Neigung links liegen und stiegen von anfangs 2800m auf 4000m auf, die Graslandschaft nahm ab und das zunehmende Lavagestein war nur noch vereinzelt mit Moos bewachsen. Einen wirklichen Pfad gab es mit zunehmender Nähe zum Gipfel nicht mehr. Wir kletterten am Grat entlang und gelangten auf den 4600m hohen in Wolken verhangenen Gipfel. Leider konnten wir nur vereinzelte Blicke in das umliegende Tal  zwischen den Wolkenfetzen erhaschen. Gegen 2 Uhr begannen wir den Abstieg und wurden, völlig unerwartet, vom Regen eingeholt. Die Haenge hinabsprintend und auf unserem Allerwertesten herabrutschend hatten wir Glueck, dass sich keiner den Knoechel verdrehte. Wir verharrten in einer Hütte und waren gegen 6 völlig durchnäßt wieder an unserem Busterminal und vielen gegen 8 voellig am Ende ins Bett.