Kurzbericht bei Regen – Rückblick auf die Woche

Es ist nun Sonntagabend, es regnet – mal wieder! Und es bleibt ein wenig Zeit vom Wochenende zu erholen und Kraft für die kommenden Tage zu schöpfen. Die vergange Woche war mal wieder ausstaunlich abwechslungsreich. Da von jetzt an Montag immer Putztag ist, waren wir denn ganzen Vormittag damit beschäftigt das Haus zu säubern. Als bald kamen auch die nächsten neuen Freiwilligen an; Lottie und Saffron (England – 1 Woche). Zwei 19jährige frischgebackenen „Abiturientinnen“, die hier, in Picalqui, ihre Südamerikarundreise starteten. Am Nachmittag haben wir dann unser Kartoffelexperiment beendet. Die Tonnen, in denen wir über 3 Monate Kartoffeln haben wachsen lassen, haben wir voller Erwartung geleert um die angeblichen Unmengen von Kartoffeln zu ernten. Doch es folgte eine derbe Ernüchterung, aus den zwei Tonnen, die jeweils um die 15Kg Kartoffeln liefern sollten, kamen maximal 2Kg winziger Kartöffelchen. Das Problem ist noch fraglich, aber eine Ursache ist ein Überschuss von Wasser. Kommenden Woche werden wir das Experiment aufs Neue starten und hoffentlich aus der Vergangenheit lernen.
Harvestday … hey, hey … hey, hey, hey … harvestday! Unser Lied, womit jeder Dienstag, Erntetag, eingeleitet wird. Also alles was reif und groß genug ist, wird geerntet, gewaschen, in Kisten geladen und in den blauen PickUp Truck von Edwin, Stuarts Kumpel, gepackt. Nach dem Mittagessen geht es dann zum Verkauf, zu erst werden die 10 Familien mit ihren Bestellungen beliefert, danach wird alles Übriggebliebene zum Verkauf auf den Straßen Cayambes, einer der nächst gelegenen Städte, angeboten. Gegen halb 6 mach ich mich dann meistens vom Acker und verzieh mich ins Fitnesssudio, welches sich ebenfalls in Cayambe befindet. Da gegen viertel 8 bereits die letzten Busse fahren, heißt es Pumpen auf Zeit, zum Bus hetzten und nach Hause. Mittwoch mussten wir dann in die Baumschule und 2000 Pflanztüten mit Erde füllen, was den ganzen Morgen ausfüllte. Eine ziemlich langweilige Arbeit, die aber durch die Gesellshaft dreier junger Ecuadorianer erträglicher wurde. Nach dem wir nach dem Mittag noch ein paar Bäumchen umverfrachtet haben, kamen auch schon einige unsere Gemüseklienten um mit uns nach der Arbeit Fussball zu spielen. Mit 6 gegen 6 kam so ein ordentliches Spiel bis in die Nacht zu stande. Da der Garten nun langsam soweit ist, dass wir nicht mehr soviel Arbeit investieren müssen, es bleibt nun mehr Zeit für andere Dinge auf und ausserhalb der Farm. Um unsere lokale Gemeinde zu unterstützen, werden ein paar Freiwillige einmal die Woche dort aushelfen. In der vergangenen Woche, waren Elin, Shane und ich bei einer der Familien ungefähr 20min Fussmarsch von der Farm, um in deren Gemüsegarten auszuhelfen. Im Grunde keine andere Arbeit als bei uns im Gemüsegarten; Beete herrichten, Unkrauten und Komposten. So können wir das Gelernte aus unserem Garten auf andere Gärten übertragen und gleichzeitig auch noch Spanisch lernen. Rein zufällig hatten wir herrausbekommen, dass Donnerstag auch noch Shanes 30. Geburtstag war, also planten wir eine Art Überraschungsparty; luden Stuart und ein paar Freunde ein, besorgten einen Kuchen, Bier und Puntas. Da am Nachmittag noch Heather (USA – 2 Monate) angekommen war, war es gleichzeitig auch noch eine Willkommensparty. Nach einem ausgiebigem Abendbrot gesellten wir uns dann ums Feuer und spielten Karten. Gegen halb 4 waren wir dann alle im Bett und genossen unsere 3h Schlaf. Der nächste Tag zog sich nur so dahin, total verkatert und bei regnerischem Wetter wollter keiner so richtig arbeiten. Aber irgendwann war es dann auch um 4, ich wechselte in meine Sportsachen und machte mich ins Fitness. Samstag konnten wir dann alle einmal auschlafen und gegen Mittag trennten sich dann die Wege der Freiwilligen. Die zwei jungen Enländerinnen machten sich auf den Weg in ihr nächstes Projekt. Elin, die Schwedin und Heather fuhren nach Ibarra, um dort das Wochenende zu verbringen und Shane und Ich fuhren nach Quito um uns mit ein paar Ex-Freiwilligen zu treffen. Nach einem 4stündigen Abendessen, bei All-you-can-eat-and-drink für 12,50, einem Esswettbewerb, einigen Bieren und Cocktails endeten wir dann wie immer in den Discoschuppen der Mariscal im Zentrum Quitos. Sonntag fuhr ich dann zurück zur Farm, während Shane noch in Quito blieb und seine Flug umbuchen wollte. Für die kommende Woche werden zwei weiter Freiwillige erwartet und da am nächsten Wochenende der Karneval vor der Tür steht und wir den 23. Und 24. ebenfalls frei haben, planen Kai und ich schon unsere nächste Tour. Wahrscheinlich in die 17h entfernte Provinz Loja.

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